Werkstufenkonzept

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Unser Werkstufenkonzept


Die letzte Lernstufe, die die Schülerinnen und Schüler an unserer Schule durchlaufen, ist die Werkstufe. Sie entspricht den Intentionen der Berufsausbildung, die sich bei anderen Schulformen i.d.R. nach Abschluss der Schulzeit anschließt.

Warum musste für die Werkstufen ein neues Konzept her?


Um die Jugendlichen angemessen auf den Übergang in die geschützte Werkstatt vorbereiten zu können, musste über grundlegende Änderungen hinsichtlich der Organisation und der inhaltlichen Gestaltung des Unterrichts gegenüber vorangegangenen Lernstufen nachgedacht werden. Strukturen wurden aufgebrochen, umgestaltet und neu organisiert.
Am Ende der im Schuljahr 2003/ 04 erstmalig umgesetzten neuen Inhalte standen zahlreiche Erkenntnisse, die in die Erarbeitung des Werkstufenkonzepts an unserer Schule eingeflossen sind.

Heute sind es folgende Eckpfeiler, die sich bewährt haben:

An drei Tagen (2011/12 Dienstag, Mittwoch und Freitag) erfolgt der Unterricht in den Klassen. Maßgeblich für die Themenwahl ist das Lernfeld 10 „Erwerbsarbeit und Lebensgestaltung“

(Schwerpunkte: z.B. Arbeit, Freizeit, Wohnen, soziale Beziehungen, Orientierung in der Umwelt).
Es gibt einen Arbeitstag in der Woche (2011/12 Montag) und einen Werktag (2011/ 12 Donnerstag), an denen jeweils die Klassenstruktur aufgehoben ist und in Arbeitsgruppen gearbeitet wird. Die Arbeitsgruppen am Montag orientieren sich an den künftigen Anforderungen der Werkstatt und dienen der Vorbereitung der Jugendlichen auf ihren späteren Arbeitsplatz. Neben praktischen Übungen zum Erlernen und Festigen von Arbeitstätigkeiten werden auch theoretische Inhalte angeboten.
Jeweils zum Halbjahresende beurteilt der Arbeitsgruppenleiter in Form einer Einschätzung solche Punkte wie Motivation, Aufgabenverständnis, Fleiß, Ausdauer, Geschicklichkeit und Sozialverhalten der betreffenden Jugendlichen, wodurch sich tendenziell  erzielte Lernfortschritte ablesen lassen.

In diesem Schuljahr 2011/12 gibt es folgende Arbeitsgruppen:


Im Durchschnitt arbeiten unter Anleitung des jeweiligen Arbeitsgruppenleiters vier Jugendliche in einer Arbeitsgruppe. In der Fördergruppe, der ausschließlich Schüler und Schülerinnen mit schweren Mehrfachbehinderungen zugeordnet sind, werden derzeit vier Jugendliche gefördert. Letztere gehören über das gesamte Schuljahr der Fördergruppe an. Seit dem Schuljahr 2006/07 wurde damit begonnen, ausgewählte Schüler aus dieser Gruppe zeitweise (abgesteckter Zeitraum von bis zu zwei Stunden) mit einer 1:1 Betreuung einer anderen Arbeitsgruppe zuzuordnen und sie behutsam an bestimmte Aufgaben heranzuführen.

Zweimal im Schuljahr absolvieren die Jugendlichen zudem ein Praktikum. Die Praktikumplätze bietet die Rathenower Werkstätten GmbH an. Inzwischen gibt es auch drei Außenpraktikumsplätze im regionalen Raum. Während des Praktikums erfolgt auch die Begleitung der Schülerinnen und Schüler durch diese Einrichtung. Das Praktikum im Herbst umfasst seit dem Schuljahr 2011/12 nunmehr auch zwei Wochen wie im Frühjahr. Damit wurden längjährige Pläne in die Tat umgesetzt.

Die Koordination des Praktikumeinsatzes obliegt der Schulleitung.



        Seit dem Schuljahr (2009/10) gibt es den sogenannten Werktag. An diesem Tag erfolgt der Unterricht in drei Kursen (Holz, Keramik, Modellbau), die die Schüler im Wechsel (Dauer jeweils ca. 12 Wochen) durchlaufen. Damit soll ihnen Gelegenheit gegeben, verschiedene praktische Tätigkeiten im Bereich der Werkstoffbearbeitung und des Modellbaus ausführen zu können und ihre Fähigkeiten in den einzelnen Themengebieten weiterzuentwickeln. Auch hier ist die Klassenstruktur aufgebrochen. Im Schuljahr 2011/12 umfasst der Werkentag die Zeit von 10.00 Uhr bis 14.15 Uhr.


Weitergeführt wird das Kurssystem auch im Bereich der Kulturtechniken (Mathematik, Deutsch). Die Einteilung in Kursgruppen berücksichtigt das unterschiedliche Lernniveau der Schüler und versucht, allen Jugendlichen eine individuelle Förderung auf diesen Gebiet zukommen zu lassen. 








Blumen und Pflanzen (Frau Rathsfeld)


Arbeitsaufgaben (Beispiele)

- Praxis

- Befüllen des Containers mit Naturabfällen
- Außenspielanlagen von Unkraut und Laub befreien
- Freiflächen fegen, Laub harken
- Pflege der Anlage mit Gedenkstein (Ilse Fülling)/ Hagenstr.
- Blumenpflege (Umtopfen, Gießen, Entstauben von Zimmerpflanzen u.ä.)


- Theorie

- Arbeitsschritte, zeitliche Abfolge im Jahresverlauf, Arbeitsgeräte und deren Verwendung
- Zimmerpflanzen, Nutzpflanzen
- Blumenpflege (Umtopfen, Gießen, Entstauben von Zimmerpflanzen u.ä.)


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Reinigung (Frau Kluth)



Arbeitsaufgaben (Beispiele)

- Praxis

- Turnraum, Geräteraum fegen und wischen
- Behinderten- WC, Wickelraum säubern, Spiegel putzen
- im Lehrerzimmer Staub wischen und –saugen
- den Flur fegen und wischen, Garderoben abwischen
- Fenster im Wintergarten putzen
- Reinigung des Schulbusses
- Einkauf von verschiedenen Reinigungsmitteln


- Theorie

- Zuordnung und Auswahl von verschiedenen Reinigungsmitteln
- Auswirkungen (Effekte) des Einsatzes von Reinigungsmitteln

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Hauswirtschaft (Frau Teuber)


Arbeitsaufgaben (Beispiele)

- Praxis –Wäschepflege und Mülltrennung

- Müllsammlung in den Klassen und Zuordnung in die Container
- Reinigung der Mülleimer
- Wäsche sortieren, Waschmaschine beladen und bedienen
- Wäsche aufhängen, abnehmen und zusammenlegen
- Wäsche bügeln und reparieren


- Theorie –Wäschepflege und Mülltrennung

- Mülltrennung Ordnungsmerkmale und Kennzeichen
- Wäschesymbole kennen, zuordnen
- Waschmittel kennen
- Waschmaschine – Bedienung
- Bügeleisen- Bedienung


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Fördergruppe (Frau Dartsch)


Individuelle Förderangebote


- Förderung

- Erleben der Umwelt, Sammeln von Körpererfahrung
- Visuelle, auditive, olfaktorische, gustatorische, taktile und kinästhetische Wahrnehmungsförderung
- Förderung der sensomotorischen Entwicklung
- Anbahnung und Förderung der Kommunikation
- Gefühle erleben und ausdrücken
- Sozialerfahrungen anbahnen

- Arbeitstraining

 - zeitweise Einordnung in andere Arbeitsgruppen


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Praktikum


In den Praktika werden

- dem Praktikumsplatz entsprechend, Situationsbezogenheit, Sachgebundenheit und Selbstständigkeit bei der Lösung von Arbeitsaufgaben praktiziert,

- Arbeitsaufträge und Anweisungen sowie Umgangsformen, wie unter Erwachsenen üblich, kennen gelernt,

- Ausdauerverhalten, Selbsteinschätzung, Mitbestimmung und Sicherheit am Arbeitsplatz geübt,

- die besondere Atmosphäre und die eigene Leistungsfähigkeit beim Sortieren, Montieren, Werkstoffbearbeiten, Pflanzen pflegen, Wäsche reinigen und bei hauswirtschaftlichen Arbeiten erlebt

und

- Lob und Anerkennung, aber auch Kritik ausgesprochen. 

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